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Verantwortungsvolles Spielen – Hilfe & Ressourcen


18+ · Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele verantwortungsbewusst · Verantwortungsvolles Spielen

Autor: Redaktion le-zeus.de · Informationsseite

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Glücksspiel kann süchtig machen. Diese Seite ist kein Spielangebot — sie ist ein Wegweiser zu Schutzinstrumenten und Hilfeangeboten, die Ihnen oder Ihren Angehörigen zur Verfügung stehen.

Kostenlose Beratung: Check Dein Spiel

Der erste Anlaufpunkt bei Fragen rund um problematisches Spielverhalten in Deutschland ist die Hotline Check Dein Spiel, betrieben vom BIÖG — Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (früher BZgA).

Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, anonym)

Erreichbar: Montag bis Donnerstag 10–22 Uhr | Freitag bis Sonntag 10–18 Uhr Geschlossen: 24. und 31. Dezember

Weitere Informationen und Online-Beratung: check-dein-spiel.de

Die Beratung ist kostenlos und anonym. Es ist nicht notwendig, sich mit Namen oder Kontaktdaten vorzustellen. Berater:innen helfen dabei, das eigene Spielverhalten einzuschätzen, sprechen über Schritte zur Veränderung und vermitteln bei Bedarf weitergehende Hilfe.

Spielersperre: OASIS

OASIS (Online-Abfrage Spielerstatus) ist das bundesweite Selbst- und Fremdsperre-System für alle lizenzierten Glücksspielangebote in Deutschland — sowohl online als auch in stationären Spielstätten.

Eine OASIS-Sperre gilt anbieterübergreifend: Jeder lizenzierte Betreiber in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, das OASIS-System zu befragen, bevor er einem Spieler Zugang zu Glücksspielen gewährt. Eine Sperre bei einem Anbieter ist damit automatisch eine Sperre bei allen.

Mindestdauer der Sperre: 3 Monate (eine 24-Stunden-Option ist ebenfalls möglich). Die meistgewählte Dauer liegt bei 12 Monaten.

Aufhebung: Eine Sperre endet nicht automatisch nach Ablauf der Frist. Sie muss aktiv beim Regierungspräsidium Darmstadt (RP Darmstadt) schriftlich beantragt werden — und zwar erst nach vollständigem Ablauf der vereinbarten Sperrzeit. Vorzeitige Anträge sind unwirksam.

Informationen zur Selbstsperre: oasis.gluecksspiel-behoerde.de

Die Registrierung für eine Sperre ist über das Konto bei einem lizenzierten Anbieter oder persönlich in einer lizenzierten Spielstätte möglich.

Einzahlungslimits: LUGAS

Das LUGAS-System (Limitübergreifendes Glücksspiel-Abgleich-System) begrenzt die monatlichen Einzahlungen für alle virtuellen Automatenspiele anbieterübergreifend auf 1.000 € pro Monat. Dieses Limit gilt unabhängig davon, wie viele verschiedene lizenzierte Anbieter genutzt werden — es ist das Gesamtlimit über alle Konten hinweg.

Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist theoretisch möglich, erfordert jedoch eine Identitäts- und Einkommensprüfung beim Anbieter. Das Standardlimit von 1.000 € gilt für alle Neuanmeldungen ohne gesonderten Antrag.

Das Limit kann jederzeit beim Anbieter herabgesetzt werden — eine Herabsetzung ist sofort wirksam. Eine Erhöhung tritt erst nach einer Wartezeit in Kraft, die der Anbieter mitteilt.

Pflichtregeln im deutschen Markt

Auf dem deutschen Markt gelten für virtuelle Automatenspiele mehrere gesetzliche Schutzregeln, die das Spielerlebnis direkt betreffen:

Maximaler Einsatz pro Spin: 1 €. Auf deutschen Plattformen ist kein höherer Einsatz möglich. Diese Regel gilt für alle lizenzierten Anbieter.

Mindestspielzeit: ca. 5 Sekunden pro Runde. Slots auf dem deutschen Markt spielen deutlich langsamer als internationale Versionen. Das ist kein technischer Fehler, sondern eine gesetzliche Anforderung.

Kein Autoplay. Die automatische Spielwiederholung ist in Deutschland verboten. Jede Runde muss manuell gestartet werden.

Pflichtpausen. Lizenzierten Plattformen ist es vorgeschrieben, nach einer bestimmten Spielzeit eine Unterbrechung anzuzeigen. Ein „Panikknopf" oder eine Spielpausen-Funktion muss jederzeit zugänglich sein.

Diese Regeln sind keine optionalen Einstellungen — sie sind fester Bestandteil der GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele (GlüStV 2021, §6a).

Warnzeichen problematischen Spielens

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wann Spielen zum Problem wird. Folgende Muster können auf eine problematische Entwicklung hinweisen:

  • Sie denken häufig ans Spielen, auch wenn Sie gerade nicht spielen
  • Sie setzen mehr Geld ein, als Sie sich vorgenommen hatten
  • Sie spielen weiter, um Verluste „zurückzugewinnen"
  • Sie verbergen Ihren Spielaufwand vor Familie oder Freunden
  • Spielen ist eine Reaktion auf Stress, Einsamkeit oder schlechte Stimmung
  • Sie verpassen Verpflichtungen oder vernachlässigen Rechnungen wegen Spielen
  • Sie haben erfolglos versucht, weniger oder gar nicht mehr zu spielen

Keines dieser Zeichen ist ein Urteil — sie sind Hinweise. Der erste Schritt kann ein anonymes Gespräch mit der Beratungsstelle sein.

Weitergehende Hilfe

Neben der telefonischen Beratung über Check Dein Spiel gibt es weitere Anlaufstellen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (jetzt Teil des BIÖG): bzga.de — allgemeine Informationen zu Sucht und Prävention.

Fachstellen und Suchtberatungsstellen vor Ort: In den meisten Städten und Landkreisen gibt es lokale Suchtberatungsstellen der freien Wohlfahrtspflege (Caritas, AWO, Diakonie, DRK u. a.), die kostenlose persönliche Beratung anbieten. Die Suche nach einer örtlichen Stelle ist über check-dein-spiel.de möglich.

Selbsthilfegruppen: Gamblers Anonymous Deutschland e.V. bietet Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige. Informationen unter anonyme-spieler.de.

Für Angehörige

Glücksspielprobleme betreffen nicht nur die Person, die spielt. Wenn Sie sich um einen Angehörigen sorgen, ist die Check-Dein-Spiel-Hotline auch für Familienmitglieder und Freunde offen — für Gespräche darüber, wie Sie unterstützen können, ohne sich selbst zu überlasten.

Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, anonym) Mo–Do 10–22 Uhr | Fr–So 10–18 Uhr